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TSV-Historie
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren 4 Sportvereine Teil des Lebens in der Gemeinde Wahren. 1862 wurde der "Allgemeine Turnverein zu Wahren"
gegründet. Dieser erbaute sich die Turnhalle an der Turnerstraße und einen Turnplatz davor, der heutigen Straße am Meilenstein. Später erwarb der ATV einen
Teil der Mühlwiesen und setzte darauf jene Baude, die heute den Kanuten des TSV 1893 als Stützpunkt dient. Des Weiteren wurde dem großen Turnervorbild
Friedrich Ludwig Jahn ein Denkmal errichtet, das einzig heute noch erhaltene in Leipzig.
Der Bau des großen Rangier- und Verschiebebahnhofs, die Ansiedlung der "Polyphon-Musikwerke" zogen viele weitere Fabrikunternehmungen an. Dadurch siedelten
sich viele Arbeiter und Angestellte an und es bildeten sich überall Arbeitervereine. Am 01. Juli 1893 war es in Wahren soweit, der "Turn- und Sportverein
Leipzig-Wahren" wurde gegründet. 1926 erfolgte der Bau des Vereinsgebäudes, der Turnhalle und Kantine.
Am 24. August 1930 wurde dann nach mühevoller Arbeit und großem Aufwand der 15.000 Quadratmeter große Rasenplatz mit 400 m-Bahn und Zuschauerdamm als
"August-Bebel-Kampfbahn" eingeweiht. Eine ganze Woche war für die Feierlichkeitenvorgesehen. Es wird von 4500 Zuschauern berichtet.
Mit der Übernahme der Macht durch die Nazis kam 1933 das Aus. Das Vermögen wurde beschlagnahmt. Die Anlage wurde zweckentfremdet genutzt, der Verein aufgelöst.

Bau der Turnhalle und des Vereinsheimes Anfang 1926

Luftbild der August-Bebel-Kampfbahn nach Fertigstellung 1930

Der Pächter der Sportlerkantine, Robert Laux mit Frau um 1930

Mitgliedsbuch von Robert Laux, Plakat zur Einweihung der August-Bebel-Kampfbahn 1930

Sportler mit Vereinsfahne um 1930

Festumzug des TSV zur Einweihung der August-Bebel-Kampfbahn
1930 durch Wahren

Pyramide der Turner
Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte eine Wiederbelebung der sportlichen Aktivitäten. Über die BSG Motor entstand die BSG Lok Leipzig-Wahren.
Höhepunkte waren z.B. 1977 die Erringung des 1. DDR-Meister Titels durch die Rugby-Mannschaft von Lok Wahren, dem noch weitere folgten.
Im Fußball gelang unter der Leitung von Harald Prien der spektakuläre Aufstieg von der 2. Kreisklasse in die Bezirksklasse (1971/72).
Neben dem Freizeitsport wurde die Anlage auch zum Schulsport genutzt.
Mit der politischen Wende in der DDR erfolgte 1990 erneut eine Neuorientierung zum "TSV 1893 Leipzig-WAhren e.V." Eine rasante Entwicklung
setzte ein. Mit seinen 3 Fußballfeldern, der Turnhalle, der Kanuanlage, einer herrlich gelegenen Tennisanlage, dem Sanitärtrakt mit modernsten
Fitnessraum und Sauna und einer gemütlichen Vereinskantine werden alle Möglichkeiten der sportlichen Betätigung und Erholung geboten. Der
TSV hat heute nahezu 800 Mitglieder. Das besondere Flair ist die Lage zwischen Auensee, Campingplatz und Weißer Elster. Alle Anlagen werden
im Rahmen der "Arbeitsgemeinschaft August-Bebel-Kampfbahn GbR" durch den "Laufclub Auensee e.V. Leipzig" und dem "Gehörlosen Sportverein 1907 e.V. Leipzig"
in vertrauensvoller Zusammenarbeit mitgenutzt.
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